Sonntag, 6. Oktober 2013

Laubgeister

Ein feiner Regen legt sich wie ein feuchter, schwerer Samtmantel um meine Schultern und durchnässt langsam meine Kleidung. Die Nebel kriechen dicht und zäh durch die Hecken und betten sich dunkel auf die Lande. Die fernen Lichter des Städchens sind nicht mehr zu erkennen und wenn sich doch eins erfolgreich durch die feuchtgetränkte Luft kämpft, glüht es kalt und still vor sich hin. Es ist eh sehr still und ein leiser Schauer rinnt mir den Rücken runter. Dunkel ist es, dunkel und gruselig. Unter meinen Füßen knacken heruntergefallene Äste, aber der Wald schweigt mir entgegen. Meine Schritte hallen durch das Unterholz...

... und schrecken die ersten Laubgeister dieses Herbstes auf. Sie schwirren an meinen Füßen vorbei, wirbeln hoch hinauf und huschen davon. Wenn man genau hinschaut, kann man sie zwischen den welken Blättern erkennen, aber sie tarnen sich gut. Sie geben faszinierende Laute von sich, trocken, hohl, rauschend, windig, raschelnd. Und der Geruch, der sie umgibt, riecht unverkennbar nach Welkenwerk, betörend und erdig zugleich.

Ich lächele in mich hinein und bemerke, dass es jetzt gar nicht mehr so unheimlich ist. Die kleinen, frechen Blattlinge tollen um mich herum und ab und zu landet ein junger Laubgeist auf meinem Haar oder meinem Mantel, wenn er mutig den ersten Sprung vom Baum wagt. Es kitzelt mich, wenn sie versuchen sich aus meinen Haaren heraus zu winden. Vorsichtig versuche ich ihnen zu helfen und greife behutsam nach einem, der sich in meinen Haarspitzen verfangen hat. Doch kaum berühre ich den kleinen Geist, kommt es mir plötzlich so vor, als wäre es nur ein einfaches Herbstblatt. Ein gelb-braunes Buchenblatt, an der Spitze noch etwas grün. Ich drehe und wende es, doch außer einem welken Blatt halte ich nichts in der Hand. 

Verwundert schaue ich mich um und sehe nichts als herabfallendes Laub im nebelschweren Herbstwald. Jetzt fröstelt es mich doch wieder und ich ziehe meinen Mantel enger um mich und gehe weiter. 

Dunkel ist es, dunkel und gruselig. Unter meinen Füßen knacken heruntergefallene Äste, der Wald schweigt mir entgegen. Meine Schritte hallen durch das Unterholz ... und doch habe ich ein Lächeln unter dem Kragen meines Mantels versteckt. 



Donnerstag, 3. Oktober 2013

Kreativer September

... im Oktober. Die Netzwirkerin hat ihren Kreativ-Monat bis zum 15. Oktober verlängert und so passt es bei mir. Ich habe zur Herbsttagsundnachtgleiche und zum Geburtstag des kleinen Kobolds unser Haus ein wenig herbstlich dekoriert. Und so zeige ich euch im Rahmen des Kreativen Septembers heute meine selbstgebastelte Herbstdeko. 

Hier zu habe ich mir verschiedene Blätter ausgestanzt (ich habe ein Stanzgerät) und bunt angemalt.

Mit Stempelkissen in Orange und Schwämmchen ging es los ...

... und mit kräftigem Chilifarbton ging es weiter. Ich hab einige Blätter noch mit Glitzersteinchen verziert und so funkeln und leuchten die Papierblätter jetzt in unserer Diele vor sich hin. 

Die Flaschen habe ich aus dem Altglaskorb gefischt, Etiketten entfernt und mit weißen Sprühlackresten besprüht. Sie sind absolut jahreszeitlos und ich dekoriere sie öfters mal um.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Riesenmöhre

Dieses Prachtexemplar hier links  habe ich heute aus dem Hochbeet ausgegraben.

Die Münze liegt zum Größenvergleich daneben. Erinnert ihr euch noch an die Möhrenkrieger? Ich muss schon sagen, diese Karotten sind schon erstaunliche Wesen *lach*... Und diese orange Monster gab eine ganze Mahlzeit!
Ich finde, man sollte auch solche Möhren in den Regalen finden, die der Norm nicht entsprechen. Sie sind genauso gut wie die grade gewachsenen. Aber gut. Das ist ja von der Masse der Leute gar nicht gewünscht.

Seufz.

Jetzt ist es doch wirklich schon Oktober... Und der Wetterbericht sagt, wir haben noch heute und morgen sonniges Wetter, danach gehts über in den regnerischen Teil des Herbstes. Also werde ich mir heute und morgen den Kobold schnappen und nochmal raus in den Garten oder an den Fluß gehen.



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