Montag, 30. Dezember 2013

Stille Nacht

Diese Weihnachten habe ich im wahrsten Sinne des Wortes "Stille Nacht" gefeiert. Ich war zu dieser Zeit auf dem rechten Ohr taub. Schuld war eine Mittelohrentzündung, die sich hartnäckig hielt und mir schon zum zweiten Mal diesen Monat den Empfang auf Ohr Nummero rechts nahm.

Meine Mama meinte, dass ich als Kind mal eine Mittelohrentzündung hatte. Aber ich kann mich kaum erinnern, nur ganz dunkel an warmes Öl im Ohr und an sonst nichts. 

Ich habe in den letzten Tagen vor allem die Nächte nicht ohne Schmerzmittel aushalten können. Meine Güte, SOWAS hab ich nicht erwartet und mir auch nicht im Traum vorstellen können. Die Entzündung hatte sogar Einfluss auf meine Gesichtsmuskeln. So konnte ich meinen Mund nicht richtig öffnen. Es tat einfach nur weh. Die durch das Sprechen ausgelösten Vibrationen im Ohr schmerzten. Und Artikulationsprobleme hatte ich auch :(. Meine Mandeln entzündeten sich dazu... brrrr. Mir war schwindelig und übel... Ich hab mich richtig krank gefühlt.

Die Schmerzen sind irgendwann in Taubheit übergegangen, die Details die dem voran gegangen sind, erspare ich euch hier jetzt. Ich muss sagen, ich war sehr glücklich mit diesem Tausch! Richtig blöd war nur, dass es dann nahezu abgeheilt war (so fühlte es sich an) und dann das gleiche nochmal heftiger zurück kam. Und das über Weihnachten. Heilig Abend war der schlimmste Tag, was ich sehr schade fand, denn es war die erste bewusste Weihnacht vom kleinen Kobold. Aber es war trotzdem schön zu sehen, wie sehr er fasziniert war vom Weihnachtsbaum ♥♥♥.

Jetzt tut es nicht mehr stark weh, nur eine Art Wundschmerz. Mein Trommelfell heilt grad wieder zu und das werde ich wahrscheinlich merken. Und ich höre seit gestern wieder ganz gut auf dem Ohr. Doch zwei bis drei Wochen werde ich noch aufpassen müssen, immer schön mit Mütze raus gehen und warm halten. Mir gehts auf jeden Fall wieder besser, noch etwas schlapp, aber besser.

Sowas blödes aber auch. Und ich kann nicht sagen, wie ich mir das zu gezogen hab. Ich hoffe, ich bekomme das nie, nie, nie, nie, nie wieder. Und nochmehr hoffe ich, dass mein Baby niemals eine Ohrentzündung bekommt.

Freitag, 27. Dezember 2013

{Rückblick} Wintersonnenwende 2013

Ich liebe dieses Fest im Jahreskreis. Es ist Winter, draußen heult (meist) der Sturm und schon morgens wenn ich die Augen öffne, spüre ich diesen Tag. Die samtige Dunkelheit ist zäh und lässt sich nur schwer vom kostbaren Licht vertreiben... 

Dieses Jahr waren der Kobold und ich allein, mein Mann war auf einem Sportturnier. Aber kleiner Kobold und ich machten es uns gemütlich und genossen den Tag. Wir haben im Bett noch lang gekuschelt und gespielt und schon vor dem Aufstehen viel gelacht. Er war zauberhaft niedlich ♥. Nach dem gemütlichen Aufstehen haben wir uns daran gemacht ein Göttinnenbrot zu backen. Ich habe viele Wünsche und liebe Gedanken in dieses Brot gebacken... und es hat köstlich geschmeckt. 

Nach dem Backen habe ich für den Kobold eine kleine Krone geflochten und ihn zum Winterkönig gekrönt. Leider konnte ich kaum Bilder machen, denn er hatte absolut gar keine Lust die Krone zu tragen, hehee. Ich habe sie aus Stroh geflochten und dann mit roten Bändern, Schneckenhäusern als Zeichen für den Jahreskreis und Tannenzapfen für den Winter geschmückt. Vielleicht lässt er sich ja nochmal darauf ein und ich kann ein schönes Bild machen.

Nach einem gemeinsamen Nickerchen ging es in den Garten, um bei Sturm die alljährlichen Lichterkreise um die Bäume und im Garten aufzustellen. Ich habe mich dieses Jahr für drei Lichterkreise entschieden, drei für unsere kleine Familie (hier und hier gibt es ein paar Bilder von unserem Garten zur Wintersonnenwende vor zwei Jahren).

Der Tag ging auch gemütlich zu Ende. Mit vielen Kerzen zu Beginn, hell und warm und wohlig. Nach und nach verloschen die Lichter der Kerzen und wir blieben in dunkler Nacht zurück und spürten der Dunkelheit nach, sogen sie in uns auf und spürten ihre Kraft. Um Mitternacht zündeten wir eine einzelne Kerze an und begrüßten damit das wiederkehrende Licht. Noch ist es schwach und klein, so ist es ja auch grade erst wiedergeboren worden. Doch in ihm steckt das Versprechen auf neues Leben, Licht, Wärme, endlose Sommertage mit Hunderten von Wassermelonenkernen in Meeren von Löwenzahnblüten, Marienkäfern im Gerstenfeld und schillernden Melodien von Lerchen im Sommerwind...

Bald wird es bemerkbar, dass das Licht an Kraft gewinnt.

Doch so lange lauschen wir der wilden Jagt vor unseren Fenstern, wie sie jaulend in den Kamin fährt und an den Fensterläden reißt, ihrer Kraft freien Lauf lässt und auf wilden Windpferden den Sturm reitet...


Donnerstag, 26. Dezember 2013

Frohe Weihnachten

Ich wünsche Euch allen Frohe Weihnachten!
Ich hoffe, Ihr hattet ein wundervolles Fest.

Ich bin etwas spät dran, aber morgen berichte ich Euch von unserer zauberhaften Wintersonnenwende und meiner "Stillen Nacht". Jetzt werde ich noch etwas aufs Sofa kriechen und mit meinen Lieben kuscheln.

♥♥♥


Mittwoch, 11. Dezember 2013

eBook - Rohköstlich durchs Jahr

... und wie im letzten Post angekündigt, hier sind meine Rezepte aus dem Kalender als eBook umgesetzt. Es sind auch hier die gleichen Rezepte wie im Kalender. Es handelt sich um ein reines Rezept-eBook, mit den folgenden Rezepten:

Januar - roher Rosenkohlsalat
Februar - Schokoladen-Taler
März - Rohkost-Pralinen
April - Orangencremetörtchen
Mai - Fruchtleder Beisserlinge
Juni - Zitronenthymianwasser
Juli - Bananencrepes mit Orangencashewcreme
August - Apfelüberraschung
September - Pflaumen-Zimttörtchen
Oktober - Kürbis-Eiscreme Sandwiches
November - Zwiebelringe
Dezember - Zimteiskristalle

Und hier ein paar Eindrücke:




Das eBook ist hier zu finden (hier gibt es auch noch ein paar mehr Bilder) und kostet 7.95 €. Wenn ihr auf den Link klickt, kommt ich auch direkt... zu meinem kleinen Online-Shop!! Und ich bin so verliebt in den kleinen Web-Laden!! Wundert euch nicht, bisher sind nur zwei Produkte online, aber nach und nach werden immer mehr folgen. Es wird Sachen aus den Bereichen Rohkost, Papeterie und Nähen geben. Lasst euch überraschen - ♥!!

Sonntag, 8. Dezember 2013

Rohkostkalender 2014

Hallo ihr Lieben!

Ihr könnt euch sicher noch erinnern... vor 2 Jahren gabs meinen ersten Rohkost-Kalender. Und es war natürlich einer für 2013 geplant. Aber mein kleiner Kobold hat mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und der Kalender für 2014... tja, der wurde auch nichts.
 
Aber Aufgrund der großen Nachfrage in den letzten Wochen... Ich fühl mich total geehrt, das ist so toll von euch ♥♥♥, die ganzen lieben Anfragen... Ich habe ihn recycelt! Und in begrenzter Stückzahl ist der Rohkostkalender jetzt bei mir zu erwerben. Es ist der gleiche Kalender wie damals, mit den gleichen Rezepten - aber mit neuem Kalendarium für das Jahr 2014.

Er hat 14 Seiten mit 12 Rezepten für jeden Monat, A3 Format (also 42 x 29.7 cm), Ringbindung zum Aufhängen oben, kleines Kalendarium mit Feiertagen und Mondphasen und vielen schönen Rohkost-Fotos. Natürlich in Farbe. Und für 24.95 € inkl. Versandhülle und Porto 24.95 € (inkl. Mwst) kann er bei euch einziehen.

Die Rezepte sind jeweils am rechten Rand zu finden, und zwar:

Januar - roher Rosenkohlsalat
Februar - Schokoladen-Taler
März - Rohkost-Pralinen
April - Orangencremetörtchen
Mai - Fruchtleder Beisserlinge
Juni - Zitronenthymianwasser
Juli - Bananencrepes mit Orangencashewcreme
August - Apfelüberraschung
September - Pflaumen-Zimttörtchen
Oktober - Kürbis-Eiscreme Sandwiches
Nobember - Zwiebelringe
Dezember - Zimteiskristalle

Und hier ein paar ein Eindrücke:


Bitte seid sicher, dass beim Kauf über Paypal (ich hoffe es funktioniert) eindeutig klar wird, wer den Kalender gekauft hat und wo ich ihn hinsenden soll (wer nicht über PayPal bezahlen kann oder will, kann mich gerne unter info@wurzelweber.de kontaktieren, dann finden wir eine andere Lösung, zum Beispiel Vorkasse)!

ES HANDELT SICH UM DEN GLEICHEN KALENDER WIE 2012! (mit aktualisiertem Kalendarium)


(für 24.95 € inkl. Versand und Mwst über paypal) 

Deweiteren habe ich mich dazu entschlossen die Rezepte aus dem Kalender auch als eBook zu veröffentlichen. Das eBook "Rohköstlich durchs Jahr" enthält die 12 Rezepte, die oben aufgeführt sind und kostet 7.95 €. Es wird in den nächsten Tagen erhältlich sein.

♥♥♥

Freitag, 6. Dezember 2013

Der stürmische Xaver

Huuuuiiiii... das war ja mal ein Wind! Hier in OWL hatten wir ja nicht so viel Trubel wie hoch im Norden, aber der Deutsche Wetterdienst hat für meine Region immer noch eine amtliche Unwetterwarnung vor Orkanartigen Böen herausgegeben. Das heißt es war mit Böen um 115 km/h zu rechnen... schon heftig.

Und gegen 15:00 Uhr gestern ging es auch los, und es hat ordentlich gestürmt. Ein bisschen mulmig ist mir ja immer bei solch handfesten Stürmen, da wir hier auf dem Hof von ziemlich vielen Bäumen umgeben sind. Und falls es mal eine unserer Pappeln treffen sollte... dann landet die in unserem Wohnzimmer. Aber wir haben unsere Bäume erst letztes Jahr begutachten lassen, eben genau aus diesem Grund. Und uns wurde gesagt, es passt alles, da fällt erst mal nichts um. Aber man weiß ja nie...

Aber alles gut. Außer ein paar heruntergefallene Äste ist alles heil geblieben.

Ich hoffe, bei euch ist auch alles gut gegangen?

Mittwoch, 27. November 2013

Hello, little Blog

Jetzt sitze ich hier im Wohnzimmer, Kerzen glühen warm vor sich hin... und ich versuche zu bloggen. Ich war lang nicht hier, dabei habe ich gedacht, ich kann wieder regelmäßig bloggen. Aber es passiert so viel um mich rum. Ich habe neue Freunde gefunden, wundervolle Mamis ♥. Wir gehen spazieren, reden, lachen, verlieben uns in unsere Babies, besuchen uns gegenseitig. Man - Wow!! Wie wunderbar, eine ganze neue Erfahrung für mich, dass ich mich so darauf eingelassen habe und es genießen kann. Für viele wird dies seltsam klingen, aber ich bin ja eigentlich so dermaßen menschenscheu...

Mein Kobold hat mich verändert. Positiv verändert, mich offener für die Welt und das Leben gemacht. Und ich genieße es.

Weiterhin versuchen wir uns noch ein weiteres Standbein aufzubauen, ich konstruiere gedanklich ein Buch, schreibe erste Rohkost-Ebooks und versuche nebenbei Haushalt, Wäsche, Hof, Familie und Hund unter einen Hut zu bekommen (Okay, was ich von den Sachen nebenbei mache, sei hier mal dahingestellt *lach*). Das klappt auch. Irgendwie.

Aber leider habe ich meinen kleinen Blog etwas vernachlässigt. Und mich irgendwann nicht recht getraut zu schreiben. Wie blöd. Ich will mich nicht unter Druck setzten, dass tue ich schon zu viel. Und deswegen werde ich jetzt einfach wieder anfangen zu schreiben, darüber was mich bewegt, was mir wichtig ist und wie es mit meinem Leben weiter geht. Ohne Druck wegen bestimmten Themen. Ich werde mit dem Fluß gehen und sehen, wo er mich hin treibt...

Ich bekomme so wunderbare Kommentare, die mein Herz so berühren... ihr da draußen seid so wunderbar und ich bin euch unendlich dankbar für eure Geduld mit mir.

Bis ganz bald. Versprochen. ♥♥♥.


Sonntag, 6. Oktober 2013

Laubgeister

Ein feiner Regen legt sich wie ein feuchter, schwerer Samtmantel um meine Schultern und durchnässt langsam meine Kleidung. Die Nebel kriechen dicht und zäh durch die Hecken und betten sich dunkel auf die Lande. Die fernen Lichter des Städchens sind nicht mehr zu erkennen und wenn sich doch eins erfolgreich durch die feuchtgetränkte Luft kämpft, glüht es kalt und still vor sich hin. Es ist eh sehr still und ein leiser Schauer rinnt mir den Rücken runter. Dunkel ist es, dunkel und gruselig. Unter meinen Füßen knacken heruntergefallene Äste, aber der Wald schweigt mir entgegen. Meine Schritte hallen durch das Unterholz...

... und schrecken die ersten Laubgeister dieses Herbstes auf. Sie schwirren an meinen Füßen vorbei, wirbeln hoch hinauf und huschen davon. Wenn man genau hinschaut, kann man sie zwischen den welken Blättern erkennen, aber sie tarnen sich gut. Sie geben faszinierende Laute von sich, trocken, hohl, rauschend, windig, raschelnd. Und der Geruch, der sie umgibt, riecht unverkennbar nach Welkenwerk, betörend und erdig zugleich.

Ich lächele in mich hinein und bemerke, dass es jetzt gar nicht mehr so unheimlich ist. Die kleinen, frechen Blattlinge tollen um mich herum und ab und zu landet ein junger Laubgeist auf meinem Haar oder meinem Mantel, wenn er mutig den ersten Sprung vom Baum wagt. Es kitzelt mich, wenn sie versuchen sich aus meinen Haaren heraus zu winden. Vorsichtig versuche ich ihnen zu helfen und greife behutsam nach einem, der sich in meinen Haarspitzen verfangen hat. Doch kaum berühre ich den kleinen Geist, kommt es mir plötzlich so vor, als wäre es nur ein einfaches Herbstblatt. Ein gelb-braunes Buchenblatt, an der Spitze noch etwas grün. Ich drehe und wende es, doch außer einem welken Blatt halte ich nichts in der Hand. 

Verwundert schaue ich mich um und sehe nichts als herabfallendes Laub im nebelschweren Herbstwald. Jetzt fröstelt es mich doch wieder und ich ziehe meinen Mantel enger um mich und gehe weiter. 

Dunkel ist es, dunkel und gruselig. Unter meinen Füßen knacken heruntergefallene Äste, der Wald schweigt mir entgegen. Meine Schritte hallen durch das Unterholz ... und doch habe ich ein Lächeln unter dem Kragen meines Mantels versteckt. 



Donnerstag, 3. Oktober 2013

Kreativer September

... im Oktober. Die Netzwirkerin hat ihren Kreativ-Monat bis zum 15. Oktober verlängert und so passt es bei mir. Ich habe zur Herbsttagsundnachtgleiche und zum Geburtstag des kleinen Kobolds unser Haus ein wenig herbstlich dekoriert. Und so zeige ich euch im Rahmen des Kreativen Septembers heute meine selbstgebastelte Herbstdeko. 

Hier zu habe ich mir verschiedene Blätter ausgestanzt (ich habe ein Stanzgerät) und bunt angemalt.

Mit Stempelkissen in Orange und Schwämmchen ging es los ...

... und mit kräftigem Chilifarbton ging es weiter. Ich hab einige Blätter noch mit Glitzersteinchen verziert und so funkeln und leuchten die Papierblätter jetzt in unserer Diele vor sich hin. 

Die Flaschen habe ich aus dem Altglaskorb gefischt, Etiketten entfernt und mit weißen Sprühlackresten besprüht. Sie sind absolut jahreszeitlos und ich dekoriere sie öfters mal um.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Riesenmöhre

Dieses Prachtexemplar hier links  habe ich heute aus dem Hochbeet ausgegraben.

Die Münze liegt zum Größenvergleich daneben. Erinnert ihr euch noch an die Möhrenkrieger? Ich muss schon sagen, diese Karotten sind schon erstaunliche Wesen *lach*... Und diese orange Monster gab eine ganze Mahlzeit!
Ich finde, man sollte auch solche Möhren in den Regalen finden, die der Norm nicht entsprechen. Sie sind genauso gut wie die grade gewachsenen. Aber gut. Das ist ja von der Masse der Leute gar nicht gewünscht.

Seufz.

Jetzt ist es doch wirklich schon Oktober... Und der Wetterbericht sagt, wir haben noch heute und morgen sonniges Wetter, danach gehts über in den regnerischen Teil des Herbstes. Also werde ich mir heute und morgen den Kobold schnappen und nochmal raus in den Garten oder an den Fluß gehen.



Samstag, 28. September 2013

Herbsterdbeeren

Ein weiterer Segen des Hochbeets ist es nicht nur, dass man sehr früh im Jahr ernten kann, sondern auch, dass noch spät im Jahr wundervolle Sachen dort zu ernten sind. Ich bin ein bekennender Hochbeetfan, sehr selbst, was es noch für späte Schätze birgt!



Herbsterdbeeren! Trotz der nicht grade sonnigen oder warmen letzten Wochen. Ich konnte es selbst kaum glauben, aber es leuchten noch rote Erdbeeren im Bett und sie hören nicht auf zu blühen. Erstaunlich. Und das Ende September.

Freitag, 27. September 2013

Rohkostanteil erhöhen fällt schwerer als gedacht

Vielen Dank für die tolle Resonanz auf meinen letzten Post! Damit hatte ich ja gar nicht gerechnet. Aber super lieben Dank, eure Antworten haben mir sehr geholfen und mich genauso erstaunt, denn irgendwie habe ich gedacht ich bin damit allein - weit gefehlt! Es geht ja nahezu allen Müttern zu den Geburtstagen ihrer Kinder so. Ist ja auch bei näherem drüber Nachdenken ganz natürlich, aber da war ich wohl noch etwas gefangen in mir... Danke euch, ♥.

Aber zurück zum Thema. Es fällt mir schwerer als ich gedacht habe meinen Rohkostanteil zu steigern. Auf der einen Seite will ich es so gern und habe totales Verlangen danach - und auf der anderen Seite bekomme ich es nicht hin. Erschwerend (naja, was heißt erschwerend...) kommt hinzu, dass ich jeden Mittag für meinen Mann koche und natürlich auch mitesse. Und so bin ich es mittlerweile so sehr gewohnt "normal" zu essen, dass es echt nicht mehr feierlich ist - aus meiner Sicht. 

Dazu kommt mal wieder der Herbst und mein Hang zum eher herzhaften als süßen... Kurzum, das alte Problem: Ich falle in meine alten Muster zurück. Gehe ausgetretene Wege auf denen sich das bisschen Gestrüpp nur als zu schnell beseitigen läßt. Zum verrückt werden. Und es ärgert mich. 

Auf der anderen Seite versuche ich mir zu sagen hey Miri, lass es doch locker angehen, du stillst ja auch noch! ... Das kleine Äpfelchchen mit Flügeln auf der einen Schulter hat natürlich recht. Aber auf der anderen Seite... Hach man. Zu viel verlange ich ja auch nicht von mir, ich will ja nur den Anteil erhöhen, und nicht auf 100% umsteigen. 

Ich kämpfe mittlerweile wieder mit gesundheitlichen Problemen, von denen ich einfach weiß, dass es bei mir an der Ernährung liegt und deswegen muss sich da was tun. Kopfschmerzen, Hautprobleme, Bauchschmerzen, Schuppen, ... Das habe ich ja neulich schon mal erwähnt.

Ich muss mir da erst mal einen Plan machen und mir was überlegen, wie es am Besten zu bewerkstelligen ist. Erst mal wieder komplett auf tierische Produkte verzichten und einen Smoothie am Tag. Das wäre doch ein guter Anfang.

Da denke ich noch ein bisschen dran rum.


Montag, 23. September 2013

{Gedanken zur Geburt}

Mein kleiner Kobold wird am Mittwoch ein Jahr. Ich finde das unglaublich.

Meine Gedanken schweifenim Moment viel zurück zu der Zeit vor genau einem Jahr. Damals war ich mit acht Minuten Dauerkontraktionen schon in der Klinik. An diesem Tag habe ich viel geweint, ich wollte nicht dort bleiben. Einsam nachts mit fremden Menschen um mich herum. Nichts für mich, gerade nicht in der Situation. Aber es war anscheinend das Beste für das Baby und auch für mich.

Viele dieser Gefühle kommen wieder hoch. Ich gehe mit dem Kobold spazieren und meine Gedanken schweifen unwillkürlich immer wieder zurück zu diesen Stunden in der Klinik. Zu diesen Stunden des Wartens... und vor allem zu den Stunden nach der Geburt, in denen ich voller Angst war, dass es dem kleinen Kobold auch wirklich gut geht. Eine Hiobsbotschaft trudelte nach der anderen ein... Eine Träne folgt der nächsten. Warten, hoffen, den kleinen Goldschatz ganz fest in den Arm nehmen und nie mehr hergeben. Er lag bis auf wenige Momente immer in meinem Arm. Ich habe ein kleines Nest für uns gebaut aus Decken und Kissen im Krankenbett und hier haben wir gelegen und gekuschelt, gestillt und uns kennengelernt. So schnell haben wir eine so tiefe Verbindung aufgebaut und mir war es so vollkommen egal was mit mir ist, Hauptsache ihm sollte es gut gehen...

Hach, welche bange Zeit. Schließlich jedoch war alles gut, bestens sogar. Aber das konnte man zu dieser Zeit noch nicht wissen. Und ich habe es anscheinend noch nicht ganz verarbeitet und kämpfe in diesen Tagen immer und immer wieder mit den Tränen. Wie in der Zeit vor einem Jahr...

Aber jetzt weiß ich, dass alles gut ist. Mein kleiner Schatz ist so wach, so clever, so putzig, so charismatisch, so frech, so willensstark, so anstrengend, so lieb, so mein. Alles ist gut. Und ich liebe ihn so sehr. 

Geht oder ging es euch auch so? Ein Jahr gehts ins Land und alles kommt wieder hoch?

Samstag, 21. September 2013

Herbsttagundnachtgleiche

Ich wünsche euch eine zauberhafte Herbsttagundnachtgleiche, meine Lieben ♥♥♥




Freitag, 20. September 2013

Wenn die Krähen kommen ...


Wenn die Krähen kommen ist es soweit: Wir haben Herbst. Riesige Schwärme sammeln sich bei bei uns auf den Feldern und belagern die pflügenden Bauern. Es sind viele, schwarze Schatten die da flattern. Leise gruselt es mich, aber ich liebe es. Und ich liebe die Krähen.

Schon früh habe ich meine Mama leicht in den Wahnsinn getrieben, weil ich mir schon immer einer Krähe als Haustier gewünscht habe - natürlich ist nie was daraus geworden. Krähen sind keine klassischen Haustiere, kommt man jedoch in die Situation eine Rabenvogel aufzuziehen, hat man einen lebenslangen Freund und Bewacher (!) gewonnen.

Meine Mama kann Krähen nicht leiden, sie hat Angst vor ihnen. Angst vor ihrem Wesen, Angst vor ihren Lauten, Angst vor ihrer Gemeinschaft, einfach Angst vor ihnen. Begündet liegt die Angst wahrscheinlich im alten (Aber-)Glauben als Vogel der Toten und Namen wie Leichenvögel tun da ihr Übriges. In vielen nordischen Mythologien kommen diese wunderbaren Tiere vor. Symbolisch gesehen stehen sie für Weisheit. Odin/Wotan hatte immer seine beiden Raben Hugin und Munin (Gedanke und Erinnerung) und bei Bedarf sandte er sie in die Welt. Die alten Germanen beonachteten sie im Flug um den Ausgang einer Schlacht weissagen zu können.

Krähen sind Teil-Zieher oder Kurzstreckenzieher. Das heißt, das sie keine Zugvögel in dem Sinne sind dass sie immer gen Süden ziehen, wenn der Winter naht. Doch viele Raben und Krähen ziehen aus den nordischen Ländern wie Norwegen, Schweden und Finnland zu uns um hier den Winter zu verbringen. Und so fallen bei uns jedes Jahr riesige Schwärme von Rabenvögeln ein und ziehen von Feld zu Feld. Es ist faszinierend zu beobachten wenn sie sich auf den Strommasten oder in unseren Pappeln sammeln. 

Wie ist das bei Euch? Begegnet ihr Ihnen auch mit gemischten Gefühlen? Oder findet ihr Rabenvögel eher gruselig? Oder faszinierend?

Mittwoch, 18. September 2013

Mein Schmetterlingsgarten

Was für ein Schmuddelwetter... bis 5° Grad gehts nachts schon runter, brrrrrrrrrrrrrrr. Der Herbst ist da und zwar nicht grade golden. Da schwelge ich doch lieber noch ein bisschen in den Bildern vom meinem Schmertterlingsgarten... ♥

Am Besten kuschelt man sich in eine schöne, warme Decke, verzieht sich mit einer dampfenden Tasse Tee aufs Sofa.

Und lehnt sich zurück und denkt an die wunderbaren warmen Tage im Spätsommer wo man schmetterlingsumschwärmt, nach selbstgemachter Limonen-Minz-Limonade dufend im Gartden gelegen hat und sich von der Sonne hat küssen lassen... mhmmmmmmm...



♥♥♥

Sonntag, 8. September 2013

Boris Lauser bei "Schrot und Korn"

Als ich mir gestern beim Rausgehen aus unserem Naturkostladen noch schnell die kostenlos ausliegende Schrot und Korn mitnahm, ahnte ich gar nicht, was für Schätze die Zeitschrift diesmal bereit hielt! Boris Lauser hat sieben köstliche Rezepte in dem Magazin veröffentlicht, dazu gibts es eine kleinen Text zur neuen Trendbewegung Rohkost, wie sie es nennen. Den Begriff der Trendbewegung mag ich im Zusammenhang mit Rohkost gar nicht, aber alles was für die Allgemeinheit neu ist und nach und nach an Akzeptanz zunimmt, bekommt den Stempel Trend. Kann man wohl nichts machen.

Zurück zur Schrot und Korn. Unter dem Motto Mach's doch mal kalt! gab es diese Rezepte zu bewundern...









Leider mußte ich grad feststellen, dass es die Augustausgabe des Magazins war. Also ist die Ausgabe wahrscheinlich nicht mehr überall erhältlich. Da hatte ich echt Glück! Aber unter den oben verlinkten Rezepten kommt ihr auch in den Genuß.

Viel Spaß beim Nach"kochen"!



Freitag, 6. September 2013

Mein gesundheitlicher Zustand

Es wird mal wieder Zeit für mich ein ehrliches, gesundheitliches Resümee zu ziehen. Mental und geistig gehts mir im Durchschnitt wirklich gut und ich bin voller Tatendrang und voll kreativer Energie. Aber körperlich schleichen sich wieder alte Wehwechen ein.

Ich stille immer noch (ja, richtig gelesen!) und ich habe bisher auch nicht vor so schnell ab zu stillen.  Mein Alien-Status weitet sich also immer mehr aus ;). Der Kleine ißt zwar schon ganz gut, aber er kommt regelmäßig angeflitzt und klopft mir auf die Brust oder röchelt mir mit seinem Bettelhusten einen vor und dann will er trinken. Nachts ist es auch so und wir sind weit weg vom Durchschlafen, grade jetzt wo er wieder einen Zähnchenschub hat. Da möchte er am Liebsten alle 1 1/2 Stunden ran und manchmal ist es auch so, das Saugen bringt ihm anscheinend Erleichterung. Aber es schlaucht.

Ich kann also noch nicht auf einen sehr hohen Prozentsatz Rohkost umstellen. Ich esse keine Milchprodukte mehr und hier und da noch etwas Fisch, ansonsten alles fein pflanzlich. Doch auch Sojaprodukte sind bei uns auf dem Speiseplan und Glutenhaltiges. Das sind alles Baustellen, die nach und nach in Angriff genommen werden. Aber unser Kobold hat in seinen 11 Monaten bisher vollkommen zuckerfrei, laktosefrei, glutenfrei und natürlich auch ohne Sojaprodukte gelebt. Er lebt high raw und die rohen Früchte sind auch seine bevorzugten Lebensmittel. Ganz vorn immer noch Mango, Avocado, Smoothies aller Art und Banane und ganz neu aber super beliebt ist die Tomate, direkt vom Strauch. Ich ziehe ihm die Schale ab und dann beißt er sich ein Loch in die Tomate und saugt sie aus. Danach wird sich über das Fruchtfleisch hergemacht. Ich werde immer wieder auf die leuchtenden, wachen Augen des Kobolds angesprochen. Allerdings ist er recht groß für sein Alter. Von anderen Rohkostkindern oder High Raw Babies hört man ja eher, dass sie klein und zierlich sind. Der Kobold ist schlank, drahtig und groß. 

Zurück zu mir. Ich schleppe immer noch meine 7 Schwangerschaftskilos mit mir rum. Es schwankt 1 kg rauf und runter, aber so wirklich passiert da nichts, trotz stillens. Ich habe bei Wetterumschwüngen meine Kopfschmerzen wieder und meine Haut zeigt Unreinheiten, mal mehr mal weniger. Das ärgert mich natürlich, weil ich genau weiß wenn ich irgendwann anfange zu entgiften, wird mein wahrscheinlich Gesicht wieder blühen. Hin und Wieder habe ich mit Bauchschmerzen zu kämpfen und neuerdings habe ich Probleme mit meinen Füßen. Nach einer längeren Pause ich habe Schmerzen im Mittelfußbereich wenn ich aufstehe. Und zwar so, dass ich rumhumpele wie ein altes Mütterchen (ihr versteht, was ich meine). Wahrscheinlich habe ich die Sehnen und Bänder beim Sport überdehnt, ohne es zu merken. Das Ganze ist irgendwie seltsam. Weitere Störstellen im Körper sind noch mein Steißbein das sich hin und wieder bemerkbar macht (gebrochen bei der Geburt) und Schuppenbildung auf dem Kopf. Der Heuschnupfen ist zurückgekehrt und ich bin oft schlapp (allerdings liegt das natürlich auch viel an den kurzen Nächten, dem Fulltimejob als Mama und der Arbeit in der Agentur nebenbei).

Mein Körper zeigt also schon die ein oder andere rote Fahne um mich auf Misstände aufmerksam zu machen. Mein nächstes Ziel ist es, mehr Disziplin in meine Ernährung zu bringen und die ganzen "bösen" Sachen langsam zu eliminieren.

Es ist echt erstaunlich wie schnell man in alte Muster zurückfällt wenn man sich gehen läßt. Und es ist hart schwarz auf weiß zu sehen, was alles nicht rund läuft. Aber das kriege ich alles wieder hin, da bin ich sicher.

Sonntag, 25. August 2013

Seelebaumelnd im Minzbeet

Mein Mann hat heute nachmittag für ein paar Stunden den kleinen Kobold übernommen und so habe ich ein kleines bisschen Zeit um zur Ruhe zu kommen und ein bisschen durch meine Fotos der letzten Zeit zu Stöbern. Also hier ein kleines Garten Update.



Die Tomaten schmecken so herrlich!! Ich esse zur Zeit sehr viele davon und Little Finger hat sie auch für sich entdeckt. Keine Spur von wundem Po - also stehen alle Schalter auf GO! für die Tomaten Saison. Und zwar für die ganze Familie.

Wenn ich bei uns im Garten sitze und meinen Blick schweifen lasse, bemerke ich, dass ich sehr gesegnet worden bin mit so einem Zuhause. Einfach nur wunderbar...

Seelebaumelnd sitze ich zwischen den Minze-Stämmchen und lasse mich von ihrem kühlen, frischen Duft entspannen. Nebenan leuchten Tomaten und gegenüber wachsen Salatelfenbeintürmchen gen Himmel. Schmetterlinge sind überall um mich herum und ich genieße einfach diese wunderbare Ruhe ...

Samstag, 24. August 2013

5 Wochen Beschäftigung


Man, war es hier wieder lange ruhig! Ich schäme mich ja richtig...

Und was war der Grund?

Hochzeitsfeier vorbereitet,
Hochzeitsfeier gefeiert,
Hochzeitsfeier nachbereitet.
Bei der nächsten Hochzeitsfeier geholfen.

Nebenbei noch die üblichen Verdächtigen wie Agenturarbeit, neuer Praktikant, neue Aufträge, Haushalt, Wäsche. Ach ja, und natürlich der kleine Kobold.

Ab jetzt gehts also wieder los hier! Uns gehts mental fantastisch, sind voller neuer Ideen, sind ein bisschen von der Welt überfordert (aber das macht ja nichts) und haben unheimlich Lust zum Wurzelweber zurückzukehren! Es warten tolle neue Projekte, jede Menge Buchbesprechungen und wer Lust hat kann meinen Weg zurück in ein veganes Leben und somit auch in die Rohkost mitverfolgen. Ich stille zwar immer noch aber der kleine Kobold macht große Fortschritte beim Essen und es wird Zeit für mich, meine Ernährung wieder umzustellen.

Ich freu mich, wenn ihr mich auf meiner Reise weiterhin begleiten möchtet.


Donnerstag, 18. Juli 2013

Gefrorene Pflaumen-Zimttörtchen


Einige von Euch werden es schon kennen, das heutige Rezept... Es war eines der Rezepte, die ich in meinem Rohkost-Kalender veröffentlich habe. Ich hoffe, euch gefällt es! Und wisst ihr was? Ich arbeite an einem neuen Kalender... also für 2014 wird es wieder einen geben! ♥

Gefrorene Pflaumen-Zimttörtchen
 
Zutaten (für ca. 6 Muffinförmchen)

Für den Boden:
100 g Haselnüsse
ca. 2 EL roher Kakao
3 EL rohe Kakaobutter
1-2 EL Agavendicksaft
Für die Zimtcreme:
100 g gemahlene Mandeln
ca. 60 ml Wasser
1 1/2 EL Mandelmus
2 1/2 EL Agavendicksaft
1 1/2 TL Zimt
Sonstiges:
2 gelbe Pflaumen
2 rote Pflaumen

Zubereitung

Die Pflaumen klein schneiden und nach Farben getrennt im Mixer klein pürieren, dabei ein paar Stückchen aufheben und nicht mit mixen.
Die Stückchen farblich getrennt in die Muffinförmchen füllen. Jetzt das rote Pflaumenmus zu den gelben Stückchen geben und das gelbe Mus zu den roten Stückchen. Die Förmchen sollten ca. 1/3 gefüllt sein. Einfrieren.
Nun die Zutaten für die Zimtcreme im Mixer miteinander vermischen. Wenn die Pflaumenschicht gefroren ist, drüber geben. Die Förmchen sollten jetzt etwas mehr als 2/3 gefüllt sein. Wieder einfrieren.
Für den Boden die Haselnüsse fein mahlen, die Kakaobutter vorsichtig bei max. 40° C schmelzen lassen. Beides in einer Schüssel mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten. Wenn die ersten beiden Schichten gefroren sind, das Förmchen mit dem Teig ausfüllen und einfrieren.

Vor dem Servieren die Törtchen stürzen und ca. 10 - 15 Minuten antauen lassen.

Guten Appetit.
♥♥♥
♥♥
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